Rezension/ Homeless – Levi Wiedemann

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch das Buch Homeless vorstellen.

 

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Titel: Homeless

Autor: Levi Wiedemann

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seitenzahl: 288

Preis: 11,99€

ISBN: 978-1530100743

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Der 16- Jährige John lebt zusammen mit seiner Clique in einem Parkhaus, dem so genannten „Betonklotz“, doch als dieser plötzlich anfängt zu brennen, fehlt es ihnen nicht nur an Lebensmitteln, sondern auch an einem zuhause. Tag für Tag kämpft die Gruppe ums Überleben. Doch John scheint sich auch für etwas ganz anderes zu interessieren, nämlich für ein Mädchen dieser Gruppe.

 

 

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Auf dieses Buch bin ich vor einer Weile auf Instagram gestoßen. Levi war so freundlich, mir das Buch signiert zuzusenden und ich war einfach überglücklich!

Auch wenn der Schreibstil recht flüssig war, dauerte es ein bisschen, bis ich in der Geschichte drin war und mich in John hineinversetzen konnte. Es war mal etwas anderes, ein Buch aus der Sicht und vor allem auch über Obdachlose zu lesen. Man bekam einen sehr guten Einblick in das Leben von John und seinen Freunden. Für mich ist es aber nach wie vor eigenartig, sich vorzustellen, dass Menschen die Straße wirklich zuhause nennen können. Ich glaube, gerade auch aus diesem Grund war es für mich schwierig, in das Buch hinein zukommen.

John gefiel mir als Protagonist eigentlich ganz gut. Doch die Betonung liegt hier auf eigentlich. Manchmal störte es mich ein wenig, dass er sich einfach zu sehr an manche Menschen klammerte. Er war enttäuscht, wenn diese Menschen ihm nicht die gleiche Zuneigung zurück gaben und wollte dann mit einem Mal wieder alles hinwerfen und abhauen. Andererseits konnte ich auch ganz gut verstehen, dass er sich so auf seine kleine Gruppe fixierte, denn diese Gruppe war eine Gemeinschaft, die zusammen hielt. Und auf eine Weise, war diese Gruppe auch eine kleine Familie, die sich ihr Leben so schön wie möglich gemacht hatte.

Gut fand ich es aber auch, dass man einen Einblick in das Leben seiner richtigen Familie bekam. Ich konnte Johns Entscheidung, abzuhauen und dafür das Leben auf der Straße vorzuziehen um einiges besser verstehen.

Ich glaube auch, dass er das Leben auf der Straße vorzog, weil er einfach Menschen um sich hatte, die sich um einander sorgte und auf einander aufpassten. Was ich am Anfang aber etwas verwirrend fand, war dass es so aussah, als würden sie sich gar nicht ausstehen können.

Jeder von ihnen war glücklich für die kleinen Dinge im Leben, auch wenn es nur um eine kleine Portion Pommes Frites ging. Sie waren glücklich, weil sie ein zuhause gefunden hatten, wo es nicht hinein regnen konnte und vor allem waren sie glücklich, dass sie einander hatten.

Die Liebesgeschichte im Buch fand ich ein bisschen seltsam. Man merkte zwar, dass John schon die ganze Zeit in Carrie verliebt war, doch für meinen Geschmack, kamen sie zu plötzlich zusammen. Erst spielt sie ihm etwas vor und dann liebt sie ihn auf einmal?

Dennoch gefiel mir das Buch echt gut, denn er regt definitiv zum Denken an. Ich glaube, dass das Buch das Leben auf der Straße ziemlich gut wiederspiegelt und deshalb fand ich es einfach interessant, mal einen Einblick in das Leben eines Obdachlosen zu bekommen. Das Cover gefiel mir echt gut, auch wenn es für mich den Eindruck erweckt hatte, dass das Leben, wie sie es im Buch führten nur düster wäre, aber das war es nicht.

Das Buch endet mit einem ziemlich offenem und vor allem unerwarteten Ende und es hätte auf jeden Fall noch Potential für ein weiteres Buch. Toll fand ich vom Autor übrigens auch, dass es hinten im Buch noch einige Adressen für Hilfsbedürftige in Städten gab.

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Ich möchte jetzt auf keinen Fall sagen, dass das Lebe auf der Straße besser ist, doch ich glaube für John war es die beste Entscheidung, die er treffen konnte. Außerdem denke ich jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, dass es viel weniger schlimm ist obdachlos zu sein, wenn man Freunde um sich herum hat, die dich so mögen, wie du bist und einfach ein guter Familienersatz sind. Für mich hatte das Buch Höhepunkte, es gab aber auch immer wieder Stellen, die ich ein wenig langweilig zu lesen fand. Deshalb habe ich zwischen drei und fünf Sternen geschwankt und mich am Ende für die Mitte entschieden.

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Ein Gedanke zu “Rezension/ Homeless – Levi Wiedemann

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